Titel

Z.I.D.

Träger

Hole of Fame e.V.

Laufzeit

01.04.-01.11.2022

Link

https://www.holeoffame.de/

Beschreibung

Das Projekt thematisiert toxische Männlichkeit in Verhältnis zu ihren Auswirkungen auf das Subjekt und die
Gesellschaft, und versucht gleichzeitig eine Entwicklung hin zu emanzipierten Männlichkeiten zu erkunden
und darzustellen. Dies soll in Form einer Ausstellung, sowie einer Performance und einem Workshop als
partizipative Aufklärungsarbeit über toxische Männlichkeit umgesetzt werden.
Als Dauer der Ausstellung sind ca. 1-2 Wochen geplant, wo innerhalb dessen auch die Performance und der
Workshop durchgeführt werden. Die Ausstellung beinhaltet künstlerische Arbeiten aus unserer intensiven
Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen der Männlichkeit, welche teilweise einen partizipatorischen
Ansatz mit den Besucher*innen verfolgen, sodass die Werke auch interaktiv erlebbar werden.
Für das Vorhaben würden wir gerne in Kooperation mit dem Kunstraum und Verein „HOLE OF FAME“ in Dresden treten, um hier die Ausstellung, die Performance und den Workshop zu platzieren, sowie einen Ort des Zusammenkommens und des Austauschs zu erschaffen. Dadurch wird ein Beitrag zur kulturellen Landschaft des Stadtteils geleistet.

Für den Workshop ist eine Kooperation mit dem Bildungskollektiv “Herrschaftsfreie Welt-/Beziehungen”
angedacht, mit welchem wir bereits in Kontakt stehen und von dem wir einen Workshop zu dem Thema
selber besucht haben.

Die Performance zeigt auf, wie toxische Männlichkeit wirkt, wie männliche Körper zu toxischen Körpern
werden und wie Sexismus, Homophobie und Ungleichheit (insbesondere für Frauen) erschafft, sich strukturell
entwickelt und verstärkt. Des Weitern stellt die Performance eine Entwicklung von einer toxischen
Männlichkeit hin zu Versuchen von emanzipierten Männlichkeit(en) dar. Mit der Ausstellung, in welcher die Performance stattfindet, werden konkrete Vorschläge dargestellt, wie emanzipierten Männlichkeit(en) aussehen können. Hier geht es z.B. um die Übernahme von Care- sowie emotionaler Sorgearbeit, um das Umarmen des eigenen Femininen, um vom Normativ-männlichen wegzukommen, sowie um die sexuelle Neuentdeckung des männlichen Körpers, welcher nicht mehr nur auf das Penetrieren fokussiert ist. Es entsteht eine neue Vorstellung von Männlichkeit(en), die als eine Voraussetzung für eine Weiterentwicklung zu einem gender-transformativen Ansatz dient bzw. dienen. Durch den Workshop wollen wir den Beteiligten die Möglichkeit geben, sich noch mehr mit ihrer eigenen Männlichkeit auseinander zu setzten. Hierbei ist der Workshop auch für weiblich gelesene Personen und queere Personen offen, um auch mit ihnen in Austausch zu kommen.
Mit diesen drei Komponenten der Arbeit hoffen wir, Besucher*innen ein besseres Gespür für toxische
Männlichkeit geben zu können und auf die patriarchalen Strukturen dieser Männlichkeit aufmerksam zu
machen.

Die Verknüpfung der Komponenten schafft einen nahbaren und ästhetischen Zugang zu diesen Themen.
Um Interessierte zu erreichen, steht uns als Studierende der Institution das Netzwerk der Hochschule für
Bildende Künste (HfBK) Dresden zur Verfügung. Außerdem möchten wir speziell auch Menschen aus dem
Stadtteil und darüber hinaus erreichen, indem wir Plakate und Flyer verteilen, sowie die lokale Presse informieren.

Dazu erreichen wir Freund*innen und Kolleg*innen aus der Kulturszene in Dresden und verfügen über ein
über die Stadtgrenzen hinaus wirkendes Netzwerk durch unsere Arbeit als Künstler und Musiker.
Unsere Zielgruppe geht vom pubertierenden Alter aus aufwärts und ist bis ins hohe Alter hin offen. Wir
sehen eine Relevanz der Thematik nicht nur für sich als männlich definierende Personen, sondern für alle
Gender, Sexualitäten und Personen jeglicher Herkunft. Hierbei ist es uns wichtig als cis-männliche Künslter
einen Beitrag für eine bessere anti-patriarchale Welt zu leisten und ein Beispiel zu geben, wie emanzipatorische
Aufklärungsarbeit (welche oftmals von nicht-cis-männlichen Personen geleistet wird) von einer cismännlichen
Seite gestaltet werden kann.