Titel

Flyer zur Filmvorführung „Kriegerin“

Träger

Umweltzentrum Dresden e. V.

Laufzeit

28.02.-31.05.2022

Link

https://www.uzdresden.de/

Beschreibung

Ziele:
Mit der Vorführung des Filmes am 31.03.2022 im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWgR) in Dresden verfolgt das EUROPE DIRECT (ED) Dresden das Ziel, eine möglichst große Zahl Menschen zum Thema Rassismus und Islamfeindlichkeit in Dresden zu sensibilisieren und so zur Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft durch die Anerkennung vielfältiger Lebensformen beizutragen. Durch ein Filmgespräch wollen wir das Gesehene in den Kontext der IWgR stellen und dem Publikum die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen. Als Indikatoren für die Zielerreichung ziehen wir die Auslastung des Kinosaals und die Zahl der Fragen und Wortmeldungen von Seiten des Publikums während des Filmgesprächs heran. So wird messbar, wie viele Menschen und mit welcher emotionalen Intensität sie erreicht wurden. Als gelungen erachten wir die Veranstaltung bei einer Teilnahme von mindestens 25 Menschen und 3 qualifizierten Wortmeldungen aus dem Publikum. Sehr gelungen ist sie bei 35 Menschen und mindestens 5 qualifizierten Wortmeldungen.

Zielgruppe :
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWgR) sind bundesweite Aktionswochen der Solidarität mit den Gegner*innen sowie Opfern von Rassismus. Das Jahr 2022 wurde von der Europäischen Union als das Jahr der Jugend ausgerufen. Ziel ist, junge Menschen zu würdigen, ihnen Mut zu machen, ihre Möglichkeiten, auch der demokratischen Teilhabe, zu erweitern und aus ihrer Ideenkraft zu schöpfen. Das ED Dresden, ein Projekt des Umweltzentrums Dresden e.V., möchte die IWgR und das Europäische Jahr der Jugend mit einer eigenen Veranstaltung verknüpfen.
Die Veranstaltung richtet sich deshalb an vorwiegend junge Menschen im Alter von 12-35 Jahren und wird entsprechend beworben. Eine Filmvorführung wurde im Gegensatz zu z.B. einer Podiumsdiskussion gewählt, weil diese sich durch Niederschwelligkeit und hohe Attraktivität für ein junges Publikum auszeichnet.

Handlung (durch Platzeinschränkung stark verkürzt):
Kriegerin ist ein deutscher Spielfilm von Regisseur David Wnendt über die Neonazi-Szene in Deutschland. Die 20-jährige Marisa ist Teil einer neonazistischen Jugendclique in einer ostdeutschen Kleinstadt im ländlichen Raum. Ihr Leben ist geprägt von Hass auf Migranten, Juden, die Polizei und eigentlich jeden, der nicht in ihr Weltbild passt. Nachdem Marisa zwei afghanische Asylbewerber mit dem Auto anfährt, bekommt sie Gewissensbisse und beginnt Rasul, einen der Asylbewerber, mit Essen und einem Schlafplatz zu versorgen. Der Kontakt zu Rasul, ihre patriarchale Beziehung zu ihrem Freund und das von Hass dominierte Umfeld veranlassen Marisa schließlich, mit ihrem alten Leben zu brechen und Rasul mit Hilfe einer Schleuserbande ein neues Leben in Schweden zu ermöglichen. Sie wendet sich von ihrem Freund, ihrer Gang und Familie ab und trifft sich mit den Schleusern und Rasul an der Ostsee. Es kommt zur Übergabe und Rasul wird mit einem Boot weggebracht. Daraufhin spürt Marisas Ex-Freund sie am Strand auf und erschießt sie.

Maßnahmen:
Filmverleih Zorromedien stellt den Film „Kriegerin“ für 150 Euro bereit. Das Thalia Kino wurde bereits im Dezember 2021 kontaktiert und willigte unserer Veranstaltung ein. Das Thalia bietet 75 Personen Platz, die aktuellen Corona-Regeln in Sachsen sehen eine maximale Auslastung von 50 % (35 Personen) bei 1,5m Mindestabstand vor. Wir rechnen mit einer Saalmiete bis 400 Euro. Ein Experte von der Geschäftsstelle des Landespräventionsrates Sachsen ist als Gast des Filmgesprächs bestätigt. Er hat beruflich mit Aussteigern aus der rechten Szene zu tun. Das Gespräch wird von Dominik Legrum geführt.
Ab März 202 wird die Veranstaltung über die Social Media Kanäle (Facebook, Instagram, LinkedIn, Newsletter) des ED Dresden, des Thalia-Kinos und des MOVE IT!-Festivals beworben. Zudem plant das ED Dresden eine Plakatkampagne über den Anbieter Bunte Medien mit 40 Plakaten in Gastronomie- und Kultureinrichtungen (etwa 500 Euro). Das MOVE IT! ist ein internationales Filmfestival für Menschenrechte und Entwicklung, das es seit 17 Jahren in Dresden gibt. Das MOVE IT! ist kein offizieller Kooperationspartner der Veranstaltung, bewirbt die Veranstaltung aber. Aufgrund der Bewerbung durch das ED Dresden, Thalia und MOVE IT! gehen wir von einer maximalen Auslastung des Saales aus.
Die Vorführung wird abends um 19 Uhr stattfinden. Nach den 90 Minuten des Filmes wird das Licht im Saal angeschaltet und zwei Stühle vor der Leinwand aufgestellt. Dort werden Dominik Legrum, Leiter des ED Dresden und der Experte Platz nehmen und das etwa 30 minütige Filmgespräch im Interviewformat beginnen. Das Filmgespräch verfolgt das Ziel, das gerade Gesehene in die IWgR einzuordnen und über den sozialen und politischen Kontext des Filmes mit dem Publikum zu diskutieren. Fragen und Meldungen aus dem Publikum sind ausdrücklich erwünscht.